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 Pflegedienst Gottschalk ~ Kompetenzen ~ Diabetes
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Liebe Besucher dieser Seite

zunächst möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Ivette Syhre, von Beruf bin ich examinierte Krankenschwester und arbeite seit Februar 2005 beim Pflegedienst Gottschalk. Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß und ich habe mir unter anderem zum Ziel gesetzt, unseren Kunden, deren Angehörige und Interessenten das Thema DIABETES MELLITUS (im Volksmund auch Zuckerkrankheit genannt) etwas näher zu bringen. Da das Krankheitsbild sehr umfangreich ist, möchte ich hier eher allgemein etwas schreiben (vor allem über Typ II Diabetes). interner Link folgtSollten Sie aber Fragen haben, so bin ich gern bereit auf diese näher einzugehen.

DIABETES MELLITUS, was ist das?

Heute sind ca. 6 Millionen Menschen an Diabetes mellitus erkrankt, wobei ungefähr 5 % an Typ I und 95% an Typ II leiden.


Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, hervorgehoben durch Mangel am Hormon  Insulin. Dieses wird in den Langerhans`schen Inseln der Bauchspeicheldrüse gebildet und hat die Aufgabe, den Blutzuckerspiegel zu senken.


Man unterscheidet 2 Typen beim Diabetes mellitus:


Typ I :


tritt meist bei Kindern, Jugendlichen sowie im frühen Erwachsenenalter auf, es besteht ein absoluter Mangel an Insulin


Typ II :


betroffen sind meist ältere Menschen, wobei Fachleute auch feststellen, dass zunehmend der Typ II bei übergewichtigen Kindern und Jungendlichen auftritt. Von einer Erhöhung der Erkrankungsrate wird ebenfalls, bedingt durch Überernährung sowie der höheren Lebenserwartung, ausgegangen.
Hier findet man die Blutzuckererhöhung dadurch, dass der Körper Kohlenhydrate wie Zucker nur ungenügend verwerten kann. Dadurch wird die Insulinproduktion dauerhaft erhöht um eine vermehrte Insulinempfindlichkeit auszugleichen. Dies führt zu einer Überlastung der Bauchspeicheldrüse und folge dessen versiegt die Insulinproduktion wodurch ein Insulinmangel eintritt.


Ein rechtzeitiges Erkennen ist sehr wichtig um gut eingestellt zu sein, damit nicht nur akute Entgleisungen wie die Unterzuckerung vermieden wird, sondern auch diabetische Folgeerkrankungen zu verhindern oder hinauszuzögern.


Symptome:

  • Häufiges Wasserlassen
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Starker Durst
  • Häufige Haut- und Schleimhautinfektionen

Achten Sie bitte besonders darauf, wenn Typ II Diabetes bereits in Ihrer Familie aufgetreten ist, Sie übergewichtig sind oder Sie in einer früheren Schwangerschaft Diabetes hatten. Ebenso können bestimmte Medikamente das Risiko erhöhen an Diabetes zu erkranken.


Eine genaue Diagnostik ist bei Ihrem Arzt durch eine Blut- oder Urinuntersuchung möglich.
Zunächst wird ein Nüchtern- Blutzucker gemessen und sollte der Wert über dem Normalbereich ( unter 110 m/ dl ) liegen, sollte ein Glukose- Toleranz- Test folgen. So kann Ihr Arzt genau feststellen, ob bei Ihnen ein Diabetes mellitus vorliegt.
Sollte dies der Fall sein, werden noch weitere Untersuchungen wie die Kontrolle des Augenhintergrundes, Nieren- und Blutfettwerte, der Nerven und Füße, Blutdruckkontrolle sowie eine Urinuntersuchung vorgenommen. Diese werden in regelmäßigen Abständen bei einem festgestellten Diabetes mellitus wiederholt.


Die Therapie setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Zunächst ist eine regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung notwendig um ein Normalgewicht zu erreichen. Sollten dadurch keine normalen Blutzuckerwerte erreicht werden, sind Medikamente nötig, z.B. Metformin, Glinide und Sulfonylharnstoffe oder Resorptionsverzögerer. Eine weitere Therapiemöglichkeit besteht mit Gabe von Insulin (Normal- oder Basisinsulin). Dieses wird subcutan (unter die Haut) gespritzt. Aber auch jeder Diabetiker kann selbst eine gute Einstellung unterstützen. Dazu gehört, dass man sich seiner Erkrankung bewusst wird, eine selbstständige Blutzuckerkontrolle mit einem passenden Gerät durchführt und die wie oben angesprochenen Vorsorgeuntersuchungen macht.


Im letzten Abschnitt möchte ich noch kurz einige Folgeerkrankungen nennen, welche aber bei einer guten Stoffwechseleinstellung nicht auftreten müssen, bzw. hinausgezögert werden können.

  • Augenerkrankungen wie Retinopathie
  • Nierenerkrankungen wie die Nephropathie
  • Nervenschädigungen
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Gefäßverkalkung ( Arteriosklerose) und als Folge davon erhöhter Blutdruck, Schlaganfall oder Herzinfarkt
  • Wundheilungsstörung
  • Potenzstörung
  • Diabetisches Koma

Zum Schluss möchte ich Ihnen, auch aus persönlicher Erfahrung sagen, dass ein gut eingestellter Diabetes mellitus keine Minderung der Lebensqualität darstellt und man viele Jahre wie „ein Gesunder“ leben kann.
Natürlich sind wir gern bereit, Sie auf diesen Weg unterstützend und beratend zu begleiten. interner Link folgtBei Fragen oder Interesse melden Sie sich bitte unter unserer Telefonnummer wie auf der Hauptseite angegeben.

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Letzte Änderung:  14.11.2006
Online seit: 10.02.2004